Honduras:

Der Globale Klima-Risiko-Index 2017 weist Honduras als das am stärksten von extremen Wetterereignissen betroffene Land weltweit aus. Überschwemmungen und extreme Dürreperioden sowie Hurrikans beeinflussen die Nahrungsmittelproduktion und Ernährungssicherung der Bevölkerung in großen Teilen des Landes.

Seit Jahrhunderten leben die Menschen im Golf von Fonseca vom traditionellen Fischfang. Die Entwicklung der industriellen Garnelenproduktion jedoch hat in den letzten Jahrzehnten zu erheblichen Zerstörungen der Mangrovenwälder in der Region geführt. Die zunehmende Verarmung der Bevölkerung ist eine der Negativfolgen der Naturzerstörung. Darüber hinaus sind zunehmend auch die negativen Folgen des Klimawandels zu spüren. In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die Gespa e. V. aktuell die Umweltorganisation CODDEFFAGOLF.

Die Bekämpfung der Armut der lokalen Bevölkerung und die Sicherung der natürlichen Ressourcen der Mangrovengebiete des Golf von Fonseca sind die wichtigsten Zielsetzungen in dem dreijährigen Klimaschutzprojekt. Durch gemeinschaftliche Wiederaufforstungsmaßnahmen soll der Zerstörung der Mangrovenwälder entgegengewirkt und die Schutzfunktion der Mangroven in Hurrikan- und Hochwassersituationen erhalten werden. Maßnahmen zum Schutz der Meeresschildkröten und ihren Nistkolonien werden in die Zuständigkeit und Verantwortung von Bürgergruppen übergeben; gleichzeitig soll die Umweltbildung und Teilhabe von jungen Menschen an dem Schutz der Mangrovenwälder ausgeweitet werden. Der Bau eines Forschungs- und Bildungszentrums dient der nationalen und internationalen Beteiligung von Fachinstitutionen und Forschungseinrichtungen an dem Schutz der einzigartigen Mangrovenwälder des Golfs von Fonseca.

 

Mittel- und Südamerika, Nepal:

Die Gespa e. V. unterstützt(e) im Zuge der internationalen Entwicklungszusammenarbeit weiterhin auch Organisationen aus anderen Ländern. Im südamerikanischen Land Chile unterstützte die Gespa e. V. nach einem verheerenden Erdbeben vier Jahre lang eine hiesige Umweltorganisation beim Wiederaufbau eines Naturparkes sowie beim Schutz seltener Küstenwälder. In Guatemala und der Dominikanischen Republik fördert und unterstützt die Gespa e. V. den Anbau von biologischem Kaffee und Kakao. In Nepal konnte nach dem Erdbeben von 2015 Frauengruppen erfolgreich am Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur und Produktion von Nahrungsmitteln unterstützt werden .

Patenschaft für eine Meeresschildkröte

 

 

Ab 2017 startet die Gespa e. V. in Kooperation mit der honduranischen Umweltorganisation CODDEFFAGOLF im Golf von Fonseca ein dreijähriges Klimaschutzprojekt, kofinanziert durch das Bundesministerum für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Darüber hinaus soll eine aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an dem Schutzprojekt gefördert werden. Patenschaften für Meeresschildkröten kommen den Fischerfamilien zugute und helfen, die Konsequenzen des Klimawandels in den Mangrovengebieten des Golf von Fonseca im Süden Honduras abzuschwächen.